Kindergartenführung-St. Nikolaus Nonnberg
Wiesenwichtel finden ein neues Zuhause für Eddi
Im „KiTa-Wald“ herrscht große Aufruhr. Eddi, das Eichhörnchen wohnte glücklich und zufrieden in seinem Kobel bis ein Blitz seinen Baum in tausende kleine Hackschnitzel verwandelte!
Hilfe in der Not
Immer noch ganz geschockt von diesem Erlebnis war Eddi nun auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Zum Glück konnten ihm die Kindergartenkinder der Wiesenwichtelgruppe, die zur Kindertagesstätte St. Nikolaus in Pleiskirchen – Nonnberg gehören, helfen. Unterstützt wurden die 18 Kinder und 3 Erzieherinnen von Georg Hohmann, Förster des Revieres Töging am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Töging.
Zu Beginn punkteten die Wiesenwichtel mit ihrem hervorragenden Wissen zu den Verhaltensregeln im Wald. Nach dem gemeinsamen Ermunterungsruf „Oachkatzlschwoaff“ – mit dem u.a. Personen entlarvt werden können, die der bayerischen Sprache nicht so mächtig sind – erklärte Förster Hohmann, welche drei Dinge besonders wichtig sind. Ein neuer Baum für Eddi muss Sicherheit, Stabilität und Gemeinschaft bieten. Beim Malen eines Rinden-Rubbel-Bildes stellten die Kinder fest, dass verschiedene Baumarten eine ganz unterschiedlich ausgeprägte Rinde haben. Eddi bevorzugt eher glatte Rinden, wie bspw. vom Ahorn. Denn einen Baum mit glatter Rinde kann der größte Feind des Eichhörnchens – der Marder – nicht so schnell erklimmen und ist daher sicher.
Nach einer Brotzeitpause hielten die Wichtel nach stabilen Bäumen mit gesunden Wurzeln Ausschau. Wie anstrengend es für eine Baumwurzel sein muss, sich gegen die Schwerkraft am Hang zu behaupten, konnten die Kinder durch eine sportliche Übung für die Bauchmuskeln nachempfinden. Auch hier waren sie erfolgreich und fanden stabile Bäume für Eddi. Obwohl die Wurzeln eines Baumes nicht sichtbar sind, erfüllen sie wichtige Funktionen. Ne-ben der Stabilität sorgen sie auch für Wasser- und Nährstoffaufnahme und sind ein Energiespeicher.
Eddi ist ein sehr geselliges Kerlchen. Deshalb ist es ihm ganz wichtig, viele seiner Freunde um sich zu haben. Das Spiel „Wer bin ich“, meisterten die Wiesenwichtel zusammen mit ihrer Erzieherin Iris. Dabei erfuhren sie anhand verschiedener Tierpostkarten, wer Freund und Feind des Eddi ist. Viele der gezeigten Tiere kommen auch in der Gemeinde Pleiskirchen vor. Der Wald bietet ihnen einen Lebensraum. Nachdem die Kinder bei allen Aufgaben mit Begeisterung dabei und erfolgreich waren, ging es nach einer kurzen Zusammenfassung durch Förster Hohmann mit den Erzieherinnen Iris, Margit und Anita wieder zurück zum Kindergarten. Eddi kann nun in Ruhe einen neuen Baum beziehen, was er ohne die Hilfe der Wiesenwichtel nicht geschafft hätte.


