Rückblick: Wiederaufforstung nach verheerendem Unwetter
Waldbesitzerinnen besichtigen jungen Wald auf ehemaligen Sturmflächen
Mehr als 20 Waldbesitzerinnen und am Wald interessierte Frauen des Arbeitskreises „Frau-en im Wald“ nahmen am Mittwoch, 20. Mai 2026 an einer Waldbegehung in Obing teil. Im Mittelpunkt standen die Sturmflächen, die durch das verheerende Unwetter vom Mittwoch, 20. Juli 2021 entstanden waren. Gemeinsam besichtigten die Teilnehmerinnen die Flächen und erhielten Einblicke in die Entwicklung seit dem Sturmereignis.
Mittags kam’s pechschwarz
Försterin Petra Bathelt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Töging erinnert sich eindrücklich an diesen Tag: „Das war das schlimmste Gewitter, das ich je erlebt habe.“ Bereits zur Mittagszeit habe sich der Himmel bedrohlich verdunkelt: „Mittags kam’s pechschwarz.“ Die Schäden waren enorm. Zahlreiche Bäume wurden umgeworfen oder umgeknickt, die Infrastruktur war vielerorts beeinträchtigt. „Sämtliche Straßen waren blockiert“, berichtete Bathelt. Die Auswirkungen hätten viele Waldbesitzende tief getroffen: „Die Waldbesitzenden, die ich getroffen habe, haben geweint.“
Aufräumen mit 20 Harvestern gleichzeitig
Um die gewaltigen Holzmengen aufzuarbeiten, waren in den folgenden Wochen zahlreiche Maschinen im Einsatz. „Es liefen über 20 Harvester gleichzeitig“, erinnerte sich die Försterin. Trotz der schwierigen Situation sieht sie zumindest einen positiven Aspekt: „Glück im Unglück – Holz war gesucht, der Preis war gut.“ In den darauffolgenden Jahren stand die Wiederbewaldung der Flächen im Mittelpunkt. Die Waldbesitzenden mussten große Teile der Schadflächen neu aufforsten. Dabei wurden verschiedene Baumarten verwendet, um stabile und möglichst klimaangepasste Mischbestände aufzubauen. Gleichzeitig kamen unterschiedliche Schutzmaßnahmen gegen Verbiss durch Rehwild zum Einsatz.
Hoher Arbeits- und Kostenaufwand
Engagement der Waldbesitzenden lässt neuen Wald entstehen
Die Waldbegehung bot neben fachlichen Informationen auch Raum für Austausch und Fragen rund um Wiederbewaldung, Wahl der Baumarten und Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig zeigte sie eindrucksvoll, wie auf den einstigen Sturmflächen Schritt für Schritt wieder neuer Wald entsteht – getragen vom Engagement der Waldbesitzenden und begleitet durch die forstliche Beratung.



